
Reinigungsmaschinen unterstützen mechanische Reinigungsverfahren und können Ergebnis, Ergonomie und Flächenleistung verbessern. Welche Maschine geeignet ist, hängt von Aufgabe, Oberfläche, Verschmutzung, Umgebung und sicherer Bedienbarkeit ab. Eine Maschine ist nicht allein deshalb passend, weil sie eine hohe theoretische Quadratmeterleistung besitzt.
Häufige Maschinentypen
- Scheuersaugmaschine: bringt Reinigungslösung auf, bearbeitet den Boden mechanisch und nimmt Schmutzflotte wieder auf; erhältlich handgeführt oder als Aufsitzmaschine,
- Einscheibenmaschine: arbeitet mit Bürste oder Pad, etwa bei Grundreinigung, Pflege oder bestimmten textilen Verfahren,
- Bürstsauger und Trockensauger: für geeignete textile oder harte Flächen,
- Nasssauger: nimmt geeignete Flüssigkeiten auf, ist aber kein Gerät für jede Chemikalie,
- Sprühextraktionsgerät: bringt Reinigungslösung in textile Beläge ein und saugt sie wieder ab,
- Hochdruckreiniger: löst geeignete Außen- oder Industrieverschmutzungen mit Wasserstrahl; Druck und Sprühnebel erzeugen eigene Gefährdungen.
Auswahl nach dem tatsächlichen Objekt
Zu prüfen sind Bodenfreigabe, Flächengröße, Möblierung, Türbreiten, Rampen, Aufzüge, Traglasten, Wendekreise, Geräusch, Stromversorgung und Lagermöglichkeit. Hinzu kommen Rüst-, Transport- und Reinigungszeiten der Maschine. Auf kleinen, stark gegliederten Flächen kann ein kompakteres Gerät trotz geringerer Nennleistung effizienter sein.
Pad, Bürste, Drehzahl, Anpressdruck und Reinigungsmittel müssen zusammenpassen. Ein ungeeignetes Pad kann Beschichtungen abtragen; zu viel Lösung kann in Fugen oder empfindliche Bauteile eindringen. Herstellerangaben und eine Probefläche helfen, Schäden zu vermeiden.
Sicherheit und Unterweisung
Die DGUV-Regel 101-605 nennt als typische Maschinen unter anderem Staubsauger, Einscheibenmaschinen, Sprühextraktions-, Hochdruck- und Scheuersaugmaschinen. Verwendet werden sollen für den Zweck geeignete Arbeitsmittel. Beschäftigte benötigen eine Unterweisung in Bedienung, Gefahren, Störungsbeseitigung und Pflege.
Kabel, Schläuche, nasse Flächen und innerbetrieblicher Verkehr müssen in die Arbeitsorganisation einbezogen werden. Vor Wartung oder Werkzeugwechsel ist die Maschine nach Herstellerangaben gegen unbeabsichtigtes Anlaufen zu sichern. Akkus und Ladeplätze benötigen ebenfalls ein geeignetes Konzept.
Prüfungen von Arbeitsmitteln richten sich nach Betriebssicherheitsverordnung, Gefährdungsbeurteilung und den ermittelten Fristen. Die umgangssprachliche Aussage, jede Maschine brauche automatisch in einem starren Turnus eine „DGUV-V3-Prüfung“, ist zu pauschal.
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